Am Mittwoch, dem 27.07. 2016 war wieder unser Zweiwöchentlicher Spieleabend. Zur Abwechslung spielten wir etwas „seichtes“: Dragon Rampage.

Das Interessante an diesem Spiel ist sein Thema, Drachentöten verbunden mit Kniffel. Klingt komisch, ist aber so.

Jeder Spieler wählt einen Charakter aus. Es gibt die klassischen Archetypen wie Elfe, Magier, Barbar, Zwerg Paladin oder Diebin. Jeder Charakter besitzt ein einzigartiges Kartendeck mit Fähigkeiten, die stimmig in seine Rolle Passen. Die Diebin kann Gold von anderen Spielern stibitzen, die Paladinette heilt und zwingt andere Spieler lieber den Drachen zu hauen, anstatt mit Gold das Weite zu suchen. Der Magier schleudert Feuerbälle und der Barbar beeinflusst die Entscheidungen der Mitspieler auf seine Weise („Lass mich mal vorbei, wir machen das auf meine Weise“).

Der Spielablauf ist dann erst einmal wie bei Kniffel, man würfelt mit sieben Würfeln, die mit unterschiedlichsten Symbolen bestückt sind. Man darf zwei Mal nachwürfeln, gewürfelte Drachensymbole dürfen aber normaler Weise nicht erneut gewürfelt werden.

Dann verteilt man Plättchen auf die verschiedenen Leisten des Spielbretts um sich seine Aktionen zu sichern. Dabei gilt: je mehr Würfel meine gewünschte Aktion zeigen, umso besser fällt diese für mich aus. Wer die meisten Drachen würfelt, wird in dieser Runde zum bevorzugten Ziel der Bestie.

Die Aktionsleisten bieten nun die verschiedensten Möglichkeiten:

  • Den Drachen angreifen
  • Sich verteidigen/heilen
  • Gold von den Mitspielern stehlen
  • ein Artefakt aus dem Drachenhort bergen
  • Richtung Ausgang laufen

Wer in der Leiste den höchsten Wert hat, dessen Belohnung fällt höher aus.

Mit den Charakterkarten können die Spieler unter Umständen Einfluss auf die Lage der Plättchen haben. Gerade der Barbar drängelt sich dann schon mal gern vor oder schmeißt einen Gegenspieler komplett aus der Leiste.

Speilfeld Dragon Rampage

Das Spielfeld nach einigen Runden

 

Interessant ist, dass das Spiel auf drei verschiedene Arten enden kann. Die Siegpunkte werden dabei jedes Mal anders verteilt. Punkte für Schaden auf den Drachen gibt es immer. Sollte der Drache dadurch irgendwann besiegt sein, bekommt derjenige, der den meisten Schaden verursachte viele Bonuspunkte, und der Feigling, der am nächsten am Ausgang steht bekommt Minuspunkte.
Sollte aber jemand aus dem Drachenhort fliehen, bevor der Drache erledigt ist, dann bekommt derjenige Bonuspunkte, und der mit dem Meisten Gold ebenfalls (oftmals ist das ein und die selbe Person, und meistens ist es die Diebin). Punkte für den meisten Schaden gibt es dann nicht.
Somit kann es ziemlich spannend werden, wenn ein Spieler mit beiden Händen voller Gold kurz vorm Ausgang steht und der Drache nur noch wenige Schläge vor seinem Ende steht.

Sollte ein Spieler sterben, gibt es Minuspunkte für eigene Wunden.

Alles in Allem ist Dragon Rampage ein sehr unterhaltsames Spiel, kurzweilig, einfach zu lernen, wenig Regeln (Wer Kniffeln kann, wird dieses Spiel sehr schnell verstehen) aber eine witzige Atmosphäre wo keiner dem Anderen etwas gönnt. Es geht also schon in Richtung Munchkin.

Das Spiel gibt es nur auf englisch, eine deutsche Übersetzung ist meines Wissens nicht geplant.

Auf Star Wars Rebellion habe ich gewartet, seit Fantasy Flight Games es vor vielen Monaten ankündigte. Nachdem es auf englisch erschienen war, musste ich mich noch weitere Monate gedulden, bis es übersetzt und an die Händler ausgeliefert wurde.

Seit gestern kann ich es nun in meinen Händen halten, Rebellion ist endlich eingetroffen.
Das Spiel hat mich schon beim Lesen des Titels begeistert, erinnerte ich mich doch sofort an das Computerspiel aus den 90ern mit dem selben Namen.
Ein Blick in die Spielbeschreibung auf der Produktseite von FFG bestätigte mir dann, dass es wirklich auf dem Klassiker basiert.

Um das Spielprinzip kurz zu umschreiben:
Das Spiel ist eigentlich ein 2-Personen-Spiel. Ein Spieler übernimmt die Seite des Imperiums und hat das Ziel, die geheime Basis der Rebellen aufzuspüren und zu vernichten. Der andere Spieler übernimmt die Seite der Rebellen und muss das Imperium so lange hinhalten und die Basis versteckt halten, bis eine bestimmte Anzahl Runden vergangen ist.

Das Imperium kann als Taktik viele Militär-Einheiten bauen, mit ihnen die Galaxis durchsuchen und die Rebellenbasis, wenn sie gefunden wurde, mit einem Militärschlag vernichten. Wahlweise kann versucht werden, den ganzen Planeten, auf dem sich die Basis befindet, mit einem Todesstern zu vernichten.

Die Rebellen versuchen durch Missionen einen Marker in Richtung Rundenmarker zu bewegen, der sich wiederum nach jeder Runde in Richtung des Rebellenmarkers bewegt. Treffen die beiden aufeinander, haben die Rebellen gewonnen.

Das Spiel kommt mit sehr vielen Miniaturen daher, die sofort das Feeling der alten Trilogie mit sich bringen.

Es ist auch möglich, das Spiel zu viert oder dritt zu spielen. Dann teilen sich zwei Spieler einer Fraktion die Entscheidungen für Boden- und Raumkampf auf. Einer ist der General und der Andere der Admiral.
Da die Regeln es vorgeben, dass die Spieler einer Fraktion sich für das Beraten nicht aus dem Raum begeben dürfen, sondern dies vor dem gegnerischen Spieler passieren muss, zwingt es diese dazu, mit Andeutungen und Codes zu arbeiten.
Eine Situation, die ich im Gegensatz zu vielen anderen Spielern äußerst interessant finde. In meinen Augen wird dadurch der Aspekt der Spionage mit ins Spiel gebracht. Der Feind hört mit, also muss sich das gegnerische Team genau überlegen, was gesagt wird. Außerdem gibt dies Raum für Täuschungsmanöver und Bluffs.

 

Am Samstag werde ich es voraussichtlich mit meinem Bruder gemeinsam ausprobieren.