Der zweite Versuch

Nachdem die Söldnertruppe beim letzten Mal so kläglich versagte, nicht zuletzt aus selbstüberschätzung, aber auch weil das Schicksal ihnen viel zu mächtige Gegner in den Weg stellte, wurden die Black Barrows dieses Mal vorsichtiger angegangen.

Wegen einiger falsch interpretierter oder vergessenen Regeln war der letzte Durchgang äußerst schwer für uns. Man kann allen Schaden aus einer Quelle ignorieren, wenn man dafür Karten abwirft. Die Berechnung des Szenariolevels ist der Durchschnitt-Level der Charaktere geteilt durch zwei. Wir hatten aber die Summe benutzt. Und wir hatten bei der Erstellung nur 15 Gold pro Charakter genommen, hätten aber 30 bekommen.

Odyn, Whisper und Voldo betreten die Black Barrows erneut. Darin soll sich eine Diebesgilde verstecken deren Anführer unserer diabolischen Auftraggeberin wichtige Dokumente gestohlen hat. Da der letzte Versuch, den Anführer der Gilde zu stellen, scheiterte und die Gruppe der Söldner nur knapp mit ihrem Leben entkommen konnte, schlagen sie in der Nähe ein Lager auf und erholen sich erst einmal. Nachdem alle Wunden versorgt sind und die Truppe sich wieder kraftvoll fühlt, geht es erneut in die Tiefen der Räuberhöhle. Scheinbar hatten sich nicht nur Odyn, Whisper und Voldo erholt, denn im ersten Raum werden sie erneut von einem Trupp aus sechs Dieben begrüßt.

Odyn hält es nicht lange. Mit einem Kampfschrei stürzt er sich auf die nächsten zwei Gegner zu und verpasst ihnen ihnen eine Breitseite mit seiner Waffe. Whisper schießt mit ihrem Bogen auf einen der beiden und gibt ihm damit den Rest. Die zwei verbliebenen Gegner stürzen sich auf Odyn und bringen ihm einige kleine Wunden bei.
Der kleine Voldo stürmt auf einen davon zu und schaltet ihn blitzschnell aus. Bevor jemand reagieren kann, taucht Whisper hinter dem verbliebenen Gegner auf und rammt ihm einen Dolch in den Rücken, so dass er leblos zu Boden fällt.
Die anderen drei Gegner kommen aus der anderen Seite des Raumes heran, doch Voldo kann einen von Ihnen mit einem Bolzen am Boden festnageln. Schnell stürmt er zwischen die drei und und feuert zwei weitere Bolzen auf die zwei unverletzten Gegner. Odyn rennt ebenfalls mitten in die Gegner und tötet den hinteren Dieb mit einem gewaltigen Schlag zwischen die Augen. Die Gegner schlagen ihrerseits zu, verfehlen Whisper, treffen den schwerfälligen Odyn, richten aber kaum Schaden an.

Während Whisper und Odyn mit den Gegnern beschäftigt sind, macht Voldo unbemerkt die Türe zum Gang auf. Währenddessen schießt er beiläufig einen vergifteten Bolzen auf einen der drei Gegner und verletzt diesen schwer. Voldo ist schon eine coole Sau. Das muss man ihm lassen. Odyn ist von dieser Aktion so beeindruckt, dass er bei seinem nächsten Angriff daneben schlägt. Aus dem Augenwinkel sieht er, wie der Anführer der Banditengruppe aus dem Gang durch die Türe tritt und zu einem gewaltigen Schlag ausholt. Verdammter cooler Voldo, warum hast du die Türe denn jetzt schon geöffnet? Odyn sieht das Schwert des Banditen auf sich zu rasen… aber der Anführer schlägt daneben. Während Voldo leise in sich hinein kichert bemerkt er nicht, dass sich der vergiftete Gegner nun ihm zugewandt hat. Er trifft Voldo am Arm. Whisper bringt einem der Gegner eine kleine Wunde bei. Odyn schlägt dem Anführer seine Faust mitten ins Gesicht und hebt dann beiläufig ein paar Goldstücke auf, die einem der toten Gegner aus der Tasche vielen. Tja, auch Odyn will mal eine coole Aktion machen. Voldo schaut auf die kleine Wunde auf seinem Arm, blickt dann voller Wut auf den vergifteten Räuber und sticht dem ängstlich zurückweichenden dann ein Messer in den Bauch. Sofort geht der Gegner zu Boden. Noch während dieser röchelnd am Boden liegt, beginnt Voldo die umliegenden Wertgegenstände einzustecken.
Hinten im Gang sieht man drei Bogenschützinnen näherkommen. „Schluss jetzt mit dem Geplänkel, wir müssen vorwärts kommen“, sagt Whisper zu den anderen und stößt dem Anführer ihren Dolch mitten ins Herz. Dies tut sie mit der letzten ihr verbliebenen Kraft, so dass sie nach dieser Attacke erst einmal verschnaufen muss. Der Anführer schaut auf die Wunde in seiner Brust und fängt lauthals an zu lachen. Aber das Lachen endet abrupt, als Odyn ihm mit voller Wucht auf eben diese Wunde schlägt. Stumm geht der Anführer zu Boden. Auf Odyn muss jetzt einen Moment verschnaufen. Die Bogenschützen rücken derweil weiter vor.
Dass der Kampf noch lange nicht zu ende ist, bemerken die drei als sie durch Pfeile aufgeschreckt werden, die sich in Odyns Rüstung bohren. Mit einem lauten Schrei springt Odyn auf, stürmt auf eine Bogenschützin zu und stößst diese in die Fallgrube, mit der die Banditen die Türe zum nächsten Raum absicherten. Sie ist sofort tot, aufgespießt von den Holzspeeren im Boden. Die Bogenschützin daneben bekommt seine Faust zu spüren. Whisper taucht plötzlich neben einer der Bogenschützinnen auf und schneidet ihr die Kehle durch. Danach rennt sie auf die Türe zum nächsten Raum zu, vergiftet die letzte Bogenschützin mit einer giftigen Nadel, wirft eine Rauchbombe und verschwindet in ihren Schwaden.

 

Odyn boxt der Bogenschützin in die Seite , richtet aber wenig Schaden an, weil diese sich agil aus dem Schlag windet.Voldo erscheint neben Odyn und heilt ihn mit einer Spritze. Aus dem Nebel heraus öffnet Whisper die Türe, taucht plötzlich hinter der Bogenschützin auf und rammt ihren Dolch direkt von oben in den Schädel der Diebin, die sofort tot zusammenbricht. Voldo sticht derweil seine zweite Spritze mit Heilserum in Odyns massigen aber verletzten Körper.
Aus dem nächsten Raum nähern sich zwei der Skelette, die schon letztes Mal auf die Gruppe trafen. Zwei Bogenschützinnen dahinter schießen auf Odyn und Whisper, die sich noch in Sichtlinine befinden. Voldo ruft „Jetzt reicht es langsam. Lasst euch nicht dauernd so verletzen.“ und wirft eine kleine Flasche auf den Boden. Die Dämpfe aus dieser Flasche mit Heilserum sind so stark dass Whisper und Odyn vollständig genesen und sich alle ihre Wunden schließen.
Mit wenigen schnellen aber kraftvollen Angriffen sind die zwei Skelette ausgeschaltet, bevor sie großen Schaden anrichten können.
Voldo rennt er zu einer der Bogenschützinnen und verletzt und vergiftet sie mit einer kleinen seltsam aussehenden Waffe. Odyn gibt ihr danach den Rest. Whisper ergreift die Gelegenheit und rennt zum Ende des Raumes, wo eine Truhe steht.Vorher sticht sie noch mit ihrem Dolch auf die letzte Bogenschützin ein.

Während Odyn und Voldo sich um die letzte verbliebene Diebin kümmern, nähert sich Whisper der Truhe. Unterwegs sammelt sie noch Goldmünzen ein, die sich auf ihrem Weg befinden.
Der Todesschrei der Bogenschützing vewrmischt sich mit dem Quietschen des Truhendeckels. Neben allerlei unbedeutendem Tand findet Whisper in der Truhe ein Pergament.“Seht her.“ ruft sie ihren Kameraden zu. „Hier wird der Weg zu einem Ort im Sumpf südlich von Gloomhaven beschrieben. Irgendein Baum oder Hain mitten im Sumpf. Vielleicht sollten wir uns diesen geheimen Ort später ansehen.“ Sie rollt das Pergament zusammen und steckt es ein.

Odyn grummelt während er die letzten Beutestücke einsammelt. „Diese Dokumente die wir dem Anführer abnehmen sollten sind nicht hier.“

„Dann war das vielleicht gar nicht der richtige Anführer, den wir da hinten erledigt haben.“ wirft Voldo ein.
„ICH habe den erledigt, mit einem Stich in sein dreckiges Herz!“, beschwert sich Whisper.
„Aber meine Faust hat ihm den Rest gegeben. Das wollen wir mal nicht vergessen.“ dröhnt Odyn.

Voldo schüttelt nur den Kopf. „Das ist mir völlig Schnurtz wer von euch hier der bessere ist. Lasst uns lieber diesen Unterschlupf durchsuchen. Irgendwo muss es hier weitergehen!“